Zimmerpflanzen für Allergiker: Do’s and Don’ts

 

 

Frisches Grün und bunte Blumen: Zimmerpflanzen sorgen in den eigenen vier Wänden für ein natürliches Ambiente. Doch aufgrund der Pollen zögern Allergiker häufig, sich die blättrige Dekoration zuzulegen. Welche Möglichkeiten gibt es, der Wohnung den „grünen Touch“ zu verleihen, ohne dabei von Heuschnupfen und Co. gestört zu werden? Welche frischen Schnittblumen kommen in Frage? Gibt es auch Pflanzen, die die Symptome verbessern oder verträgliche Einrichtungsalternativen, die für mehr Behaglichkeit sorgen? In diesem Beitrag erfahren Sie die „Do’s and Don’ts“ von Zimmerpflanzen für Allergiker.

 

Wachsende Allergieprobleme: Auslöser vermeiden

 

Immer mehr Menschen haben im Frühjahr und Sommer mit nervigen Allergien zu kämpfen – teils entstehen die krankhaften Abwehrreaktionen des Immunsystems auch erst im Lebensverlauf. Neben entsprechenden Medikamenten hilft es, bestimmte Auslöser zu vermeiden, zu denen neben Pollen im Außenbereich auch Zimmerpflanzen und Blumen gehören.

 

Wer auf diese nicht verzichten und nicht dauerhaft Histamin und Co. einnehmen möchte, sollte daher bei der Auswahl auf allergiefreundliche Gewächse achten, um Freude an frischen Blumen und Pflanzen zu haben. Für Allergiker, die auf Nummer sicher gehen und sich keinem Auslöser aussetzen wollen, empfiehlt sich der Einsatz von künstlichen Textilpflanzen. Diese sind aufgrund detailgetreuer Fertigungen aus feinen Materialien optisch nahezu nicht mehr vom echten Vorbild zu unterscheiden.

 

Zudem bieten Sie eine gute Alternative für Pflanzen, die bei Hautkontakt zu einer Dermatitis führen können. Ein bekannter Übeltäter ist hier der Gemeine Efeu mit seinem Allergen Falcarinol – für Dekorationsarrangements und Fassadenbegrünungen können Sie daher auf echt aussehende künstliche Efeuranken zurückgreifen. Hinweis: Achten Sie bei Kunstpflanzen und großblättrigen Pflanzenarten darauf, diese regelmäßig zu entstauben, da sonst ein erhöhtes Allergierisiko besteht.

 

Welche natürlichen Blumen sind geeignet?

 

Egal, ob für die eigene Wohnung oder um anderen Menschen eine Freude zu machen: Gerade bei Allergikern muss man sich vor dem Kauf überlegen, welche Blüten geeignet sind. Die meisten Menschen wissen bereits, auf welche Dinge sie allergisch reagieren und welche Sorten besser gemieden werden sollten. Es ist daher ratsam, einen Beschenkten vorher zu fragen, welche Sensibilitäten möglicherweise bestehen.
In Zweifelsfällen eignen sich folgende Blumen, auf die eher selten reagiert wird:

 

  • Rosen
  • Orchideen
  • Narzissen
  • Lilien
  • Anthurie
  • Iris
  • Dahlien

 

Vorsicht ist bei diesen Sorten geboten

 

Meistens sind die Pollen von Gräsern, Bäumen und Kräutern für die Reaktion von Allergikern verantwortlich, dennoch können bestimmte Blumenarten Symptome auslösen. Bekannte Verursacher sind dabei Sorten wie Chrysanthemen und Primeln. Auch Tulpen werden als höchst allergen eingestuft. Zudem können die falschen Zimmerpflanzen Allergien begünstigen oder auslösen.

 

Hier muss die Birkenfeige, auch Ficus Benjamini, oder der Gummibaum genannt werden, der die Atemwege beeinträchtigen kann. Andere Sorten können bei Hautkontakt schlimme allergische Reaktionen bewirken, weshalb hier eine Kunstpflanze bevorzugt werden sollte. Grundsätzlich sollte man als Allergiker auf alle blühenden Pflanzen bei der Inneneinrichtung verzichten.

 

Hilfreiche Zimmerpflanzen für mehr Luftfeuchte

 

Die Begrünung von Räumen muss sich jedoch nicht negativ auf Allergiker auswirken. Bestimmte Pflanzenarten eignen sich optimal für die Haushalte von Allergikern. Bereits wenige Pflanzen dieser Art können Schadstoffe und allergieauslösende Stoffe aus der Luft filtern. Symptome wie juckende Augen oder Niesen können so gemindert werden. Hilfreich sind hier alle Gewächse, die die Raumluft mit wertvoller Luftfeuchtigkeit anreichern. Auf diese Weise werden die Schleimhäute vor dem Austrocknen sowie vor Pollen und Staub geschützt. Zu den hilfreichen Vertretern gehören:

 

  • Farne
  • Immergrüne Palmen
  • Kakteen
  • Papyrus
  • Fensterblatt
  • Blumenerde als Auslöser

 

In vielen Fällen sind nicht die Pflanzen selbst schuld an der triefenden Nase, sondern der Schimmel, der sich in der Blumenerde gebildet hat. Statt Kunstpflanzen kann in diesem Fall auch eine Hydrokultur genutzt werden. Dabei handelt es sich um ein mineralisches Substrat, das aus kleinen Tonkügelchen besteht. Die Pflanze wird dabei von einer ständigen Wasserreserve am Boden des Topfes versorgt.

 

Solche Systeme sind meist hygienischer als Blumenerde und daher optimal für alle Allergikerhaushalte geeignet. Menschen, die an einer Allergie leiden, müssen nicht auf Zimmerpflanzen verzichten. Mit einer geschickten Auswahl einer geeigneten Pflanze können Auslöser verhindert und die Symptome sogar gelindert werden. Für kritische Blumenerde und Arten bleibt zudem die Ausweichmöglichkeit auf Hydrokulturen und Kunstpflanzen, um nicht auf die schönen, dekorativen Gewächse im eigenen Heim verzichten zu müssen.

 

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