Woran erkennt man, ob man ein Alkoholproblem hat?

 

 

Alkohol in Maßen genossen, kann eine Bereicherung im Leben sein. Doch die Grenzen sind fließend. Viele Menschen merken gar nicht, dass das tägliche Feierabendbier bereits riskant sein kann. Denn Therapeuten und Ärzte gehen davon aus, dass Menschen mit regelmäßigem Alkoholkonsum bereits ein riskantes Verhalten an den Tag legen. Wer regelmäßig Alkohol zu sich nimmt, läuft bereits Gefahr, in eine Abhängikeit zu geraten.

 

 

Dabei müssen es nicht einmal große Mengen sein, die getrunken werden. Selbst das Gläschen Sekt oder das Bierchen am Abend genügen, dass der Körper eine Toleranz entwickelt. Das heißt: Nach und nach ist immer mehr Alkohol notwendig, um dieses Gefühl zu bekommen, welches der Alkohol verursacht. Bei dem Einen ist dies ein Entspannungsgefühl, beim Anderen sorgt der Alkohol für mehr Antrieb. Ein gefährliches Spiel, dessen Ausgang nur zu oft nicht oder viel zu spät erkannt wird.

 

Neue Studie: Selbst ein Glas ist bereits bedenklich

 

Aus einer 2018 neu veröffentlichten Studie der Zeitschrift Lancet (GBD Alcohol Collaborators, 2018) geht hervor, dass Alkohol bereits ab dem ersten Tropfen schadet. Für diese Studie wurde Daten von 28 Millionen Menschen genutzt. Ergebnis: Die allgemein bekannte Annahme, dass beispielsweise ein Gläschen Wein am Abend die Gesundheit fördert, ist schlicht falsch.

 

 

Im Gegenteil: Alkohol ist beinahe so gefährlich, wie Rauchen oder Bluthochdruck. Und zwar ab dem ersten Tropfen. Zwar senkt die Substanz einige Risiken, an einem Herzleiden zu erkranken, dies steht aber in keiner Relation zu den Risiken, so die Studie.

 

Oft hilft nur noch der Entzug

 

Wer erst einmal in den Strudel der Abhängigkeit geraten ist, kann so leicht nicht mehr mit dem Trinken aufhören. Häufig hilft nur noch eine Alkohol-Therapie. Den Alkohol einfach absetzen, kann kontraproduktiv sein. Denn ohne ärztliche Aufsicht, können Alkoholentzug-Symptome sogar lebensgefährlich sein.

 

 

Wer also vermutet, mehr Alkohol zu trinken, als vertretbar ist, sollte sich beim Hausarzt oder einer Suchtberatungsstelle informieren. Eine Alkoholtherapie kann einen Weg zurück in ein normales Leben sein, das nicht vom Nervengift Alkohol bestimmt wird.

 

Wo gibt es Hilfe?

 

Eine gute Anlaufstelle im Internet sind die Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier gibt es nicht nur zahlreiche Informationen zum Thema, sondern auch Anlaufstellen in der Nähe des Wohnortes. Auch ein Selbsttest steht hier zur Verfügung. Suchtberatungsstellen bieten ihre Hilfe anonym und kostenlos an.

 

 

Allerdings sollte man vorab einen Termin vereinbaren. Wer dies wünscht, kann im Internet unter „Suchtberatung“ suchen. In jeder größeren Stadt gibt es mindestens eine davon. Auch Selbsthilfegruppen sind hilfreich. Hier unterstützen und beraten Sie ehemalige Abhängige. Menschen also, die dasselbe Problem haben und ihr Wissen gerne weiter geben. Adressen gibt’s im Internet.

 

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