Wassersport und Naturschutz rücksichtsvoll vereinen: Ratgeber

 

 

Gerade zur schönen warmen Jahreszeit ist Wassersport eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Allerdings gibt es hier immer wieder Probleme mit dem Naturschutz. Warum können sich die Menschen nicht einfach an die umweltschonenden Richtlinien halten? Wo sind die größten Probleme? In diesem Beitrag möchten wir ein paar Tipps rund um den rücksichtsvollen Umgang mit der Natur beim Wassersport vermitteln.

 

Das größte Ärgernis in den letzten Jahren waren lauter Party-Boote voller Betrunkener, die auf den Seen und Flüssen gegrölt haben. Gerade in naturbelassenen Gebieten ist das natürlich kein schöner Anblick. Zum einen werden die Tiere verschreckt und zum anderen fühlen sich die Urlauber nicht mehr wohl. Diese Partyboote mit lauter Musik und viel Alkohol sind inzwischen vielen Menschen ein Ärgernis. Wenn dies so weitergeht, wird sich dieses „Problem“ aber relativ schnell von alleine lösen.

 

Dann wird es wohl für Musik und Alkohol früher oder später strenge Auflagen, Richtlinien und Verbote geben, so dass wieder Ruhe für Natur und Mensch herrscht. In extremen Situation natürlich durch aus ein probates Mittel. Wir würden allerdings dafür appellieren, dass jeder Mensch, der Zeit auf dem Wasser verbringt, einfach rücksichtsvoll mit seiner Umgebung umgeht. Dann muss es auch nicht zu Verboten kommen. Gut ausgerüstet macht Wassersport ruhig und alleine auch viel mehr Spaß. Nützliche Ausrüstung für den Wassersport kannst du zum Beispiel bei Eigengewässer finden.

 

Stand-Up-Paddler sorgen häufig für Ärger am Gewässer

 

Auch beim Stand-Up-Paddling, einem relativ neuen Trendthema in Sachen Wassersport, bemerken viele Menschen an und auf dem Wasser, dass sich diese Freizeitsportler häufig nicht so gut mit der Natur verhalten. Sie werfen Müll ins Wasser, sind ebenfalls laut und so weiter und sofort. Besonders kritisch ist es, wenn sie sich und andere in Gefahr bringen und ihr Sup-Board gar nicht richtig lenken können. Dann ist sowohl der Fahrer als auch die Umwelt gefährdet.

 

Selbst wenn nur aus Versehen ins Schilf gefahren wird, kann dabei zum Beispiel das Nest eines Wasservogels zerstört werden. Hier muss einfach Vorsicht herrschen und genau aus diesem Grund sind die Sup-Verbote in manchen Gewässern auch zurecht angebracht. Dass die Natur nur zum Freizeitspaß leiden muss, das kann natürlich nicht der Fall sein. Angeln zählt zwar nicht direkt zum Wassersport, ist aber natürlich ein Hobby direkt am blauen Nass.

 

Hier ist ein schonender, rücksichtsvoller Umgang mit der Natur ebenfalls sehr wichtig. Angeln mit lebendem Köderfisch ist zum Glück seit einigen Jahren in vielen Regionen nicht mehr erlaubt. Grundsätzlich ist dringlichst davon abzuraten. Angeln zum Verzehr der Fische kann natürlich umweltfreundlich sein, wenn die Fische richtig betäubt und artgerecht getötet werden. Bei dem Thema Catch and Release gibt es aber kontroverse Diskussion. Ein umweltbewusster Lebensstil lohnt sich auch bei Sport an und im Wasser.

 

Catch and Release beim Angeln: Tierquälerei?

 

Manche Leute sagen, das ist sinnlose Tierquälerei nur zum Spaß des Anglers. Wenn der Fisch einfach grundlos für ein Foto geangelt und dann wieder hereingeworfen wird. Das kann natürlich jeder so sehen wie er es will. Es kann durchaus Argumente dafür geben, dass Catch and Release sinnlose Tierquälerei ist. Wer angelt, die Fische artgerecht betäubt und tötet um sie zu verspeisen, der verhält sich unserer Ansicht nach im Rahmen des respektvollen Umganges mit der Natur.

 

Beim beliebten Wassersport des Tauchens kann zum Glück nicht sehr viel Umweltschaden entstehen. Hier werden die spannenden Unterwasserwelten erkundet und werden in der Regel schonend behandelt. In manchen Fällen räumen sogar Taucher Unrat aus dem Wasser! Aber hier musst du vorsichtig sein, es liegt auch in deutschen Seen viel gefährlicher Müll im Wasser. Hier kann es also gefährlich sein, wenn du auf Tauchkurs Müll aus dem Wasser ziehst.

 

Manchmal findet man ein paar schöne alte Steine, das ist dann natürlich sehr schön. Aber du musst grundsätzlich vorsichtig sein bei alten Rohren, Flaschen, Metallstücken im Wasser und so weiter und sofort. Beim Tauchen geht es eher darum die Gewässer zu erkunden, hier ist ein respektvoller Umgang mit der Natur meistens sowieso gegeben. Motorboote auf dem Wasser Sorgen meistens für Abgase und Lärm.

 

Motorboote stören häufig die ruhige, natürliche Idylle

 

Ob diese unbedingt so naturfreundlich sind, das kannst du dir an dieser Stelle natürlich denken. Auch Dampfer fahren nach wie vor die Gewässer ab und verstoßen sehr viel schmutzige Abluft. Ob das wirklich sein muss, ist durchaus eine Überlegung wert. Auch wenn du an einem Ufer grillst, sprich gar keinen Sport auf dem Wasser betreibst sondern nur Zeit am Ufer verbringst, ist ein schonender Umgang mit der Natur sehr wichtig. Müll gehört auf keinen Fall in den See.

 

Wer regelmäßig schwimmen geht, der wird aber häufig Müll wie Plastikflaschen, angespülte Kronkorken und anderen Müll am Ufer entdecken. Das ist nicht sehr schön und ist kein respektvoller Umgang mit der Natur. Wir wollen uns doch alle an sauberen und reinen Seen und Gewässern erfreuen.

 

Deswegen sollte mit der Natur stets schond und respektvoll umgegangen werden, damit jeder beim Wassersport auf seine Kosten kommt. Das ist viel wichtiger als der Spaß bei der Freizeitbeschäftigung. Nachhaltig und langfristig denken, die Gewässer sauber und rein halten, weder Tiere noch andere Freizeitsportler belästigen und schon sieht es gut aus mit dem rücksichtsvollen Wassersport!