Schroth-Kur: Ein Kurzurlaub für Körper und Seele

 

 

Die Schroth-Kur wurde in den Jahren 1800 bis 1856 von dem Landwirt Johannes Schroth entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Ernährungs- und Umstimmungskur mit dem Hauptziel, den kranken Körper von der Verdauungsarbeit zu entlasten und den Stoffwechsel zu entschlacken.

 

In welchen Fällen ist eine Schrothkur sinnvoll?

 

Es kommt manchmal vor, dass man sich matt und kraftlos fühlt, stetig an Gewicht zunimmt oder an chronischen Beschwerden leidet. Das muss nicht immer eine Krankheit bedeuten, es ist häufig der Lebensstil, der die Menschen krankmacht. Wenn man viel Stress im Beruf hat, sich zu wenig bewegt, um die Zukunft sorgt und ungesund ernährt, kann das Ganze zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt es sich eine Kur nach den Prinzipien von Johann Schroth durchzuführen. Die Schrothkur kann bei folgenden Beschwerden eine Milderung bringen:
Metabolisches Syndrom mit Stoffwechselstörungen wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Übergewicht mit Betonung der Stammfettsucht, Fettstoffwechselstörung (erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte), Bluthochdruck und erhöhte Harnsäure.
Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale, chronische Entzündungen der Nebenhöhlen und chronische Bronchitis.

 

Verschleißerscheinungen der Wirbelsäure und Gelenke
Rheumatische Erkrankungen wie chronische Polyarthritis, Weichteilrheuma, Bindegewebserkrankungen.
Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne.
Migräne und funktionelle Beschwerden des Magen-Darm-Traktes.

 

Ein Kurzurlaub in der Natur ist dafür bestens geeignet, um mit einer Schrothkur anzufangen, um sich danach besser und kraftvoller zu fühlen.

 

Die vier Säulen der Schrothkur

 

Eine klassische Schrothkur ist vielmehr als nur eine gewöhnliche Diät. Sie ist ein ganzheitliches Gesundheitskonzept und spricht bei der Ausführung gleichzeitig vier Bereiche an:

 

1. Ernährung: Die Schrothkur Diät ist allgemein kalorienreduziert, salzarm und streng vegan – sie kommt ganz ohne tierische Eiweiße aus. Durch die reizarme und basische Ernährung wird zuerst der Stoffwechsel entlastet, der Körper wird entgiftet und entschlackt. Weiterhin wird der Blutdruck, Cholesterinspiegel und Blutzucker gesenkt. Die Kur verringert das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
2. Entgiftungs-Wickel: Der Körper wird in spezielle feuchtkühle Tücher eingewickelt, um die Körpertemperatur zu erhöhen. Die so erreichte natürliche Temperaturerhöhung bewirkt unter anderen die Stärkung der Abwehrkräfte, regt den Stoffwechsel an, wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend, beruhigt die inneren Organe und leitet Giftstoffe aus dem Körper.
3. Verhalten beim Trinken: Während der Kur wird ein ständiger Wechsel zwischen Trink- und Trockentagen eingeführt. Diese unterschiedlichen Reize bewirken eine Gewebsdrainage und fördern den Abtransport von Giftstoffen aus dem Körper.
4. Ruhe und Bewegung: Um für den Erfolg der Schrothkur zu sorgen, sollte man das Gleichgewicht zwischen Ruhe und körperlicher Aktivität einhalten.