Den Rasen im eigenen Garten schonend mähen

 

 

In einem unserer anderen Artikel verweisen wir darauf, dass man mit der Gartengestaltung für das kommende Frühjahr und den Sommer bereits im Herbst beginnen sollte. Denn bevor der Frost kommt, sollten noch viele wichtige Maßnahmen ergriffen werden, damit Garten und Rasen im nächsten Frühling wieder in alter Pracht erblühen. In diesem Artikel möchten wir uns vor allem dem Thema Rasen widmen. Denn auch hier könnt ihr viele wichtige Fehler vermeiden und unter anderem bereits im Herbst clever vorsorgen.

 

1. Den Rasen winterfest machen

 

Im Herbst solltet ihr in jedem Fall immer das Laub von Ihrem Rasen entfernen, damit darunter keine braunen Stellen entstehen und der Rasen abstirbt. Natürlich solltet ihr den Rasen schön kurz mähen, bevor der Winter kommt. Achtung: Hier könnt ihr auch Fehler machen, wenn ihr den Rasen zu kurz mäht. Denn dann fällt zu viel Licht auf die Erde und ungeliebtes Unkraut kann sich schneller ausbreiten.

 

Als Faustregel empfehlen wir hierbei eine Länge zwischen 4 und 5 Zentimetern. Länger sollte der Rasen nicht sein, denn sonst knicken die Halme um und sterben ggf. schneller ab. Ganz wichtig ist aber auch ein sogenannter Herbstdünger. Dieser enthält besonders viel Kalium und gewährleistet eine gute Nährstoffversorgung eures Bodens auch in den kalten Monaten.

 

Herbstdünger sind nicht teuer und wirklich empfehlenswert, vor allem, wenn euer Rasen teilweise eher kahler oder stellenweise brauner geworden sein sollte. So wird euer Rasen den kalten und harten Winter in jedem Fall überstehen. Widmen wir uns nun aber dem Hauptthema – nämlich dem schonenden Mähen des Rasens im Frühjahr und im Sommer.

 

2. Schonendes Rasenmähen mit dem Spindelmäher

 

Dass ihr euren Rasen regelmäßig mähen solltet, damit dieser gesund und kräftig bleibt, ist kein Geheimnis. Die Faustregel hierbei lautet: Fordert euren Rasen, aber überfordert ihn nicht. Jedes Mal, wenn ihr den Rasen mäht, also die Pflanze abschneidet, wollt ihr ja dafür sorgen, dass diese um so kräftiger nachwachsen kann.

 

Dafür ist das richtige Intervall sehr wichtig, denn ansonsten können Fehler dafür sorgen, dass ihr den Rasen überfordert habt und sich Unkraut entfalten kann, oder dieser sogar im schlimmsten Fall komplett abstirbt. Das erste Mal mähen solltet ihr euren Rasen im April. Lasst ihn davor ruhig wachsen, auch wenn der März schon sehr warm und sonnig sein sollte.

 

Was das Intervall angeht, so könnt ihr euren Rasen in der Hochsaison ruhig mehr 1 oder auch maximal 2 Mal pro Woche mähen, wenn dieser ansonsten genug Wasser abbekommt und ihr ihn auch etwas düngt. Nun kommen wir zur Wahl des richtigen Rasenmähers. An dieser Stelle möchten wir euch einen Spindelmäher für euren Garten ans Herz legen. Dieser hat mehrere Vorteile zum schonenden Rasenmähen, auf die wir nun näher eingehen möchten.

 

  • Ein Spindelmäher schneidet das Gras sauber ab und somit entstehen an der Schnittstelle weniger braune Stellen.
  • Gerade wenn ihr kleinere Flächen mähen möchtet, ist der leichtere und schnellere Spindelmäher eine hervorragende Alternative zum schweren und auch teureren Benzin-Rasenmäher.
  • Stichwort Benzin: Mit einem Spindelmäher braucht ihr weder eine Steckdose, noch einen Kanister Benzin in der Garage, da diese Handgeräte umweltschonend und leise betrieben werden. Weiterer Vorteil: Ihr könnt auch mal früher oder später am Tag oder an einem Sonntag den Rasen mähen, ohne dass der Nachbar sich beschwert.

 

3. Die 1/3 Regel – kaum einer kennt sie

 

Solltet ihr einmal eine längere Zeit nicht den Rasen gemäht haben (beispielsweise, weil ihr im Urlaub wart, oder aber wenn der März bereits sehr warm und sonnig war), so ist dieser natürlich unter Umständen sehr lang bzw. hoch. Hier solltet ihr nicht blind den oben angegebenen 4-5 Zentimetern folgen, sondern die sogenannte 1/3 Regel beachten.

 

Diese besagt nämlich, dass man den Rasen bei jedem Rasenmähen maximal um 1/3 der Länge kürzen sollte. Andernfalls wird der Rasen schnell geschwächt und kann verkümmern oder nach und nach degenerieren. Wenn ihr also hohes Gras im Garten vorfindet, mäht dieses Stück für Stück herunter, bevor ihr drastisch in einem Wisch alles um ein Vielfaches kürzen wollt.

 

Der Vegetationspunkt des Grashalms

 

Der Grund für die 1/3 Regelung ist der sogenannte Vegetationspunkt des Grashalms, der sich immer ca. auf der Hälfte der Halmhöhe befindet. Wenn ihr den Rasen also nach und nach kürzt, kann sich dieser Vegetationspunkt nach unten verschieben und der Grashalm wird gesund überleben. Fazit: Beim Rasenmähen kann man durchaus viele Fehler machen. Vom zu frühen Mähen über zu drastisches Mähen bis hin zu einem falschen Intervall kann vieles eurem Rasen schaden, ohne dass ihr das eventuell gleich bemerkt.

 

Achtet also auf die oben genannten Punkte, macht euren Rasen im Herbst fit für den Winter und schaut euch in jedem Fall die oben beschriebenen Spindelmäher an. Denn diese sind nicht nur umweltfreundlich und naturschonend, sondern auch noch leise und platzsparend in der Garage oder dem Schuppen unterzubringen. Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Rasenpflege und hoffen, dass euch dieser Ratgeber weiterhelfen wird!

 

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