Die Poolreinigung mit einer Filteranlage: Unsere Tipps

 

 

Die Poolpflege ist ein Zusammenspiel von chemischer und physischer Wasseraufbereitung. Der Filtration des Poolwassers mithilfe einer Filteranlage kommt dabei eine tragende Rolle zu: je besser Partikel und Verunreinigungen aus dem Wasser gefiltert werden, desto höher ist die Wasserqualität. Zudem kann dadurch die Menge an zu verwendeter Poolchemie stark reduziert werden.

 

Wieso ist die Filtration des Poolwassers wichtig?

 

Sowohl natürliche Einflüsse wie Blätter oder Bakterien, aber auch organische Rückstände des Menschen wie Hautschuppen, Schweiß, Kosmetikprodukte oder Sonnencreme können das Wasser verunreinigen. Mithilfe der Filtration werden dem Poolwasser Schmutzpartikel entnommen, die durch eine reine chemische Poolreinigung mit z. B. Chlor nicht beseitigt werden können. Die Filteranlage sorgt für eine Grundreinigung und verhindert trübes oder milchiges Poolwasser.

 

Arten von Filteranlagen

 

Die gebräuchlichsten Filter für den privaten Schwimmbadbereich unterscheiden sich sowohl in ihrem Aufbau als auch in ihrer Funktion teils erheblich. Bevor die Entscheidung für ein Filtersystem gefällt wird, sollten diese Unterschiede festgestellt werden. Jede Filtertechnik hat ihre Vor- und Nachteile, die man bei der Wahl berücksichtigen sollte, um entsprechend den notwendigen Bedürfnissen und den finanziellen Möglichkeiten das optimale System zu bestimmen.

 

Kartuschenfilter

 

Kartuschenfilter sind ausgestattet mit einem gitterförmigen Einsatz, der aus einem bestimmten Material besteht. Viele Hersteller wählen einen Einsatz aus Papierlamellen aus. Dieser Einsatz, auch Papierkartusche genannt, stellt auch das eigentliche Filtermedium dar, sodass kein zusätzliches Filtermaterial notwendig ist. Beim Kartuschenfilter erfolgt die Wasseraufbereitung also durch das Zurückhalten der Verschmutzungen in der Papierkartusche.

 

Diese befindet sich dabei im Kartuschenbehälter und fängt die Verunreinigungen auf, indem diese an der Oberfläche der Papierkartusche haften bleiben. Das gereinigte Wasser wird anschließend in den Pool zurückgeleitet. Dieses Prinzip kennen wir z. B. bei Luftfiltern. Der Schmutz wird dabei so lange in der Papierkartusche gesammelt, bis die Lamellen voll sind. Zwar können diese durch ein Abspülen von gröberen Verschmutzungen wie Insekten befreit werden.

 

Doch feine Partikel wie Pollen bleiben haften, sodass die Filterkartusche regelmäßig, ca. alle zwei bis drei Wochen ausgetauscht werden sollte. Für kleinere Aufstellpools oder Planschbecken sind Kartuschenfilter gut geeignet. Die Handhabung erweist sich dank der zügig auszutauschenden Papierfilter als sehr einfach. Wird man durchs Outdoor-Schwimmen eigentlich fitter?

 

Bei überdachten Pools eine gute Wahl

 

Besonders im Innenbereich oder bei überdachten Pools kommt die Filterkartusche häufig zum Einsatz, da dort die Grobschmutzbelastung geringer ist. Vorteilhaft sind zudem die vergleichsweisen geringen Anschaffungskosten, sodass Kartuschenfilter besonders für Einsteiger optimal sind oder wenn der Filter nur zur Saison im Hochsommer im Aufstellpool verwendet werden soll.

 

Zudem ist die Reinigungsleistung nicht schlechter als bei Sandfilteranlagen, solange die Filterkartusche nicht zu stark verschmutzt ist. Als Nachteil erweist sich jedoch der häufige Austausch der Filterkartuschen dar. Zwar kann man diese mit Wasser abspritzen und gröbere Partikel beseitigen. Kleine, feine Schmutzpartikel wie Pollen bleiben jedoch haften und verringern die Reinigungsleistung. Anbei auch ein paar Tipps für die Heimsauna.

 

Sandfilter

 

Die Sandfilteranlage ist die am gebräuchlichsten verwendete Art der Filtration im privaten Schwimmbereich. Als Filtermedium kommt hierbei Quarzsand zum Einsatz, der überwiegend aus Quarzkörnern besteht. Der Quarzsand befindet sich dabei in einem Filterkessel. Die Pumpe der Sandfilteranlage saugt nun das Wasser aus dem Pool an und lässt dieses durch den Quarzsand fließen. Das Wasser strömt durch die Filterschicht und Verschmutzungen bleiben am Quarzsand haften.

 

Das gereinigte Wasser wird anschließend zurück in das Becken geleitet. Sandfilteranlagen sind aufgrund ihrer Leistungsstärke besonders im Außenbereich, wo regelmäßig grobe Schmutzpartikel und organische Bestandteile wie Insekten in das Wasser gelangen, zu empfehlen. Der Quarzsand kann zudem einfach gereinigt und wiederverwendet werden. Durch regelmäßiges Spülen wird der vom Sand festgehaltene Schmutz über einen Abfluss entsorgt. Langfristig gesehen ist die Sandfilteranlage kostengünstig, da keine Ersatzfilter gekauft werden müssen.

 

Ca. alle 3 – 5 Jahre sollte der Quarzsand, je nach Beanspruchung, allerdings ausgetauscht werden. Zudem bietet die Sandfilteranlage alle Voraussetzungen für den Gebrauch sämtlicher Chemikalien wie Algizide, Desinfektionsmittel und Flockmittel. Nachteilig sind zunächst die höheren Anschaffungskosten. Zudem beansprucht das regelmäßige Rückspülen Zeit und Übung und abhängig von der Sandfilteranlage gestaltet sich dieser Prozess unterschiedlich komplex.

 

Fazit

 

Um langfristig einen ungetrübten Badespaß im eigenen Pool zu gewährleisten, spielt die Poolpflege von entscheidender Bedeutung. Der Poolfilter trägt hier dabei eine wichtige Rolle: Schmutzpartikel werden dem Wasserkreislauf entnommen und auf diese Weise wird verhindert, dass sich das Poolwasser verschmutzt. Zudem trägt die Filtration des Pools dazu bei, dass weniger Poolchemie verwendet werden muss.